Pressemitteilung

Waldzustandsbericht 2019: Situation im Wald ist weiterhin besorgniserregend

Klinkel: Finanzhilfen müssen schnellstmöglich an Waldbesitzer fließen

Anlässlich der heutigen Plenardebatte zum Waldzustandsbericht 2019 erklärt die SPD-Abgeordnete Nina Klinkel, die auch Mitglied im Umweltausschuss des Landtags ist:

„Der Klimawandel hatte im Jahr 2019 für den rheinland-pfälzischen Wald ähnlich fatale Auswirkungen wie im Jahr zuvor. Die bitter nötige Erholungsphase für den Wald, die Tiere und die Beschäftigten in der Forstwirtschaft ist auch in diesem Jahr ausgeblieben. Anhaltende Trockenheit und Hitze haben die Vitalität der Bäume weiter geschwächt; immer größere Flächen ehemals gesunder Wälder sind von Schädlingen befallen, die sich unter den veränderten klimatischen Bedingungen massiv ausbreiten können. Der Anteil an Bäumen mit deutlichen Schäden ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert hoch und mit 82 Prozent weiterhin auf Rekordniveau. Unser Wald ist gegenwärtig ein für jeden sichtbares Klimaopfer. Mehr denn je ist der Wald als Ort für natürlichen Klimaschutz, Artenvielfalt und Erholungsgebiet für Bürgerinnen und Bürger in Gefahr.“

Klinkel weiter: „Es muss nun darum gehen, dass der Wald als Kohlenstoffspeicher langfristig wieder als Klimaretter wirken kann. Ohne den Beitrag des Waldes zur CO2-Bilanz würden die Gesamtemissionen des Treibhausgases in Deutschland um circa 14 Prozent höher ausfallen. Die Förster des Landes, unsere Waldarbeiter und alle, die sich für unseren Wald engagieren und einbringen, sind Klimaschützer. Nachdem die rheinland-pfälzische Landesregierung schnell Soforthilfen auf den Weg gebracht hat, hat sich nun endlich auch der Bund zu erkennbaren finanziellen Unterstützungsleistungen für die Forstwirtschaft bekannt. Die Mittel von Bund und Land müssen im neuen Jahr nun schnellstmöglich an die Waldeigentümer fließen, um insbesondere auch die kommunalen Waldbesitzer bei den Beförsterungskosten spürbar zu entlasten.“


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