„Demokratie wird nicht nur im Plenarsaal gestaltet. Sie entsteht im Miteinander, in der Diskussion und Beteiligung. Sie wächst, wo Menschen Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und sich einbringen – ob in Vereinen, Bildungsstätten, Initiativen oder Bündnissen.“ Mit diesen Worten hat Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler die zweite Auflage der „Netzwerkkonferenz Parlamentarische Demokratie“ der SPD-Fraktion eröffnet. Schwerpunkt dieses Mal war „Die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure für eine resiliente Demokratie“. Im gut gefüllten Georg-Hüter-Saal diskutierten Abgeordnete der AG Demokratie der SPD-Fraktion mit Gästen über Demokratiestärkung und die Bedeutung von Zivilgesellschaft und Ehrenamt dabei. „Initiative und Verantwortungsgefühl, all das hat höchsten Respekt und Wertschätzung verdient. Denn eines ist klar: Eine starke Demokratie lebt von Beteiligung“, so Bätzing-Lichtenthäler.
Im Mittelpunkt stand die von Jens Jenssen, Vorsitzender der AG Demokratie, moderierte Diskussion mit Dr. Franz-Josef Ratter, Vorsitzender Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen e.V., Dr. Ulrich Rüther, FC Ente Bagdad, und Felicitas Dietl, Projektleiterin Netzwerk für Demokratie & Courage Rheinland-Pfalz. Dabei herrschte Einigkeit, dass Zivilgesellschaft und Ehrenamt Solidarität und Unterstützung durch die Politik benötigen. Außerdem wurde besprochen, wie das Ehrenamt stärker unterstützt und attraktiver gestaltet werden kann - beispielsweise durch Entbürokratisierung und Digitalisierung. „Das Ehrenamt ist ein Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft, das hat dieser Abend einmal mehr gezeigt. Wir wollen es mit unserer parlamentarischen Arbeit attraktiv gestalten – mit gezielter Förderung, niedrigschwelligen Eintrittsmöglichkeiten und praxisnaher Digitalisierung“, betonte Jenssen. „Denn Rheinland-Pfalz ist Ehrenamtsland. Darauf sind wir stolz.“