Pressemitteilung.

Andernach als Standort für 18. Frauenhaus ins Auge gefasst

SPD-Fraktion veranstaltet Fachgespräch zu Frauenhäusern

Zu den Plänen für ein 18. Frauenhaus in Andernach erklärt die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Jaqueline Rauschkolb:

„Von Gewalt betroffene Frauen brauchen schnellen und langfristigen Schutz, Beratung und Unterstützung. Erfreulich ist daher, dass das dichte Netz an Beratungs- und Zufluchtsorten in Rheinland-Pfalz durch ein 18. Frauenhaus ergänzt werden soll. Ein geeigneter Standort für das neue Frauenhaus wurde bereits ins Auge gefasst: Die Gespräche des Frauenministeriums mit dem Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Andernach zeigen erste Früchte. Die Stadt Andernach zeichnet sich durch eine verkehrsgünstige Lage im Norden des Landes aus, sie ist als neuer Standort daher bestens geeignet. Es gilt nun, möglichst rasch einen potentiellen Träger für das Frauenhaus zu finden. Das neue Frauenhaus soll mit einem erheblichen Betrag in Höhe von gut 100.000 Euro Personalkostenförderung pro Jahr durch das Land gefördert werden.

Die 17 Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz sind für viele Frauen in Not eine wichtige Anlaufstelle, die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten eine unverzichtbare Arbeit. Bundesweit stehen die Frauenhäuser vor großen Herausforderungen. Durch die vielerorts angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und eine höhere Verweildauer in den Einrichtungen fehlt es bundesweit an Plätzen in Frauenhäusern. Es ist daher gut und richtig, dass Bundesfrauenministerin Franziska Giffey im vergangenen Jahr angekündigt hat, mehr Mittel für Frauenhäuser zur Verfügung zu stellen. Noch in diesem Jahr soll ein Förderprogramm starten, um die Anzahl der Plätze zu erhöhen. Bei einem Fachgespräch mit den Leitungen der rheinland-pfälzischen Frauenhäuser im Frühjahr dieses Jahres wird die SPD-Landtagsfraktion die Situation der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz erörtern und über drängende Herausforderungen sprechen.

Die Frauenhäuser stehen in Verantwortung der Kommunen, in der Regel werden sie von Trägervereinen getragen. Die Landesregierung bezuschusst die Frauenhäuser mit einer umfangreichen Personalkostenförderung sowie mit Sachkostenzuschüssen. Dieser Zuschussbetrag ist 2019 noch einmal angewachsen.“