Pressemitteilung

„Wir müssen einen Sport-Lockdown für unsere Kinder verhindern“

Bätzing-Lichtenthäler regt Solidarpakt von Profi- und Nachwuchssport an

„Unsere Kinder dürfen nicht wieder zu den großen Verlierern der Krise zählen“: Mit Blick auf die möglichen Folgen der steigenden Energie-Preise und eines drohenden Gasmangels im Herbst und Winter macht Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, einen Vorstoß gegen andiskutierte Einschränkungen für Kinder und Jugendliche im Bereich Freizeitsport. „Für mich ist klar: Es darf für unsere Kinder und Jugendlichen – gerade nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie - nicht erneut Einschränkungen im Freizeitsport geben. Aktiver Sport ist ein essenzieller Teil unserer Gesellschaft. Wir müssen einen weiteren Sport-Lockdown für Kinder verhindern.“

„Was passiert, wenn Sportvereine nicht mehr trainieren, weil Hallen aufgrund hoher Kosten nicht mehr beheizt werden? Wenn Schwimmbäder schließen? Kein Handballtraining, kein Ballett, kein Schwimmunterricht - kein Sport, kein Treffen mit Freunden, wieder monatelange Zwangspause. Das darf so nicht kommen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Dazu sind wir alle gefordert. Mein Vorschlag ist, dass wir bei der Suche nach Lösungen auch den Profisport sehr genau in den Blick nehmen. Zwar hat Corona auch hier Spuren hinterlassen, aber es wird – vor allem im Fußball – immer noch sehr viel Geld verdient. Denken wir an aktuelle Millionen-Transfers, denken wir an die WM in Katar mit Hunderten Millionen Euro Werbeeinnahmen. Vor diesem Hintergrund könnte ich mir einen Solidarpakt des Profisports mit dem Nachwuchssport sehr gut vorstellen.“

Sport lebe vom Teamgedanken, in solch einem Solidarpakt könnte dieser sich zeigen, führte Bätzing-Lichtenthäler aus. „Meine Anregung ist, dass ergänzend zu den Maßnahmen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft konkret Sport-Vereine und -Verbände miteinander sprechen und überlegen, wie die Starken den Schwachen helfen können, dass beispielsweise Sporthallen doch beheizt werden können. Dabei unterstützen wir gerne. Denn zumindest für mich wäre es diesen Winter schwer zu ertragen, wenn ich im Fernsehen sehen muss, wie Fußballer in der Wüste in klimatisierten Stadien kicken, während daheim die Halle kalt bleibt und der Kindersport ausfällt.“

Klar sei, dass generell Energie gespart werden müsse, ergänzte Bätzing-Lichtenthäler. „Und vielleicht denkt der eine oder andere: Wenn Gas knapp ist, haben wir andere Probleme als Kindersport. Das stimmt – dennoch ist auch das ein gewichtiges Problem für unsere Gesellschaft, das wir im Blick haben und abmildern müssen. Ich weiß nicht nur als zweifache Mutter, sondern auch aus meiner Zeit als Gesundheitsministerin, wie schmerzhaft die Folgen sind, wenn Kinder und Jugendliche auf Freunde und Sport verzichten müssen.“ Bätzing-Lichtenthäler unterstützt daher auch den Vorstoß der SPD-Bundestagsabgeordneten Frank Ullrich, der als Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses ebenfalls vor der Schließung von Sportstätten gewarnt hat.


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