Pressemitteilung

Spies: „Katastrophenvorsorge muss kommunale Grenzen überwinden“

Enquete-Kommission besichtigt Wiederaufbau und Prävention in der Eifel

Die Enquete-Kommission „Zukunftsstrategien zur Katastrophenvorsorge“ hat sich heute bei vier Terminen im Kreis Vulkaneifel und im Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie einer Expertenanhörung mit dem Thema hochwasserresilienter und an den Klimawandel angepasster Wiederaufbau befasst.

„Aufgabe der Enquete ist es, Empfehlungen für Vorbeugemaßnahmen in ganz Rheinland-Pfalz zu finden. Von daher ist es wichtig, dass wir neben der intensiven Befassung mit dem Ahrtal auch andere Regionen in den Blick nehmen. Empfehlungen für ganz Rheinland-Pfalz können nur greifen, wenn verschiedene Gegebenheiten und Bedarfe einfließen“, sagte Christoph Spies, stellvertretender Vorsitzender der Kommission und Obmann der SPD-Fraktion. „Heute zeigte sich dabei einmal mehr, dass Katastrophenvorsorge kommunale Grenzen überwinden muss.“

Die Kommission besichtigte das Stellwerk Gerolstein unter dem Gesichtspunkt der Elektrifizierung im Zuge des Wiederaufbaus sowie die Kindertagesstätte Lasel mit Blick auf hochwasserresilliente Infrastruktur. „Beide Termine unterstreichen, dass es beim Wiederaufbau nicht um einen Status quo gehen darf, sondern um Modernisierung und Anpassung“, betonte Spies. „Es ist auch diesbezüglich beeindruckend, was vor Ort mit Unterstützung von Land und Bund geleistet wird und mit wie viel Weitsicht vorgegangen wird. Aus diesen guten Ideen und Ansätzen können wir als Enquete wichtige Anregungen für kommende Aufgaben in ganz Rheinland-Pfalz erarbeiten.“

Vor der Experten-Anhörung zum Themenkomplex „Kritische Infrastruktur und Wiederaufbau“ besuchte die Kommission noch das Sperrbauwerk Bettingen sowie die Ortsgemeinde Oberweiler. Bei beiden Terminen ging es um Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte. In Oberweiler wurde nach einem Starkregenereignis im Sommer 2018 ein entsprechendes Konzept erstellt, wie Ortsbürgermeister und SPD-Landtagsabgeordneter Nico Steinbach erläuterte. „Wichtig ist dabei, dass wir als Gemeinde in der Höhenlage nicht nur die eigene Ortschaft im Blick haben, sondern auch den Schutz der tiefergelegenen Kommunen. Wirksame Prävention gelingt nur, indem man über kommunale Grenzen hinausdenkt und in den Austausch geht“, betonte Steinbach.


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