Pressemitteilung.

„Praxisnahe Unterstützung statt stumpfer Verbote“

Maier begrüßt Orientierungsrahmen zur Handynutzung

„Praxisgerechte Hilfe für die Schulfamilie, lebensnahe Unterstützung für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, konkrete Beratung durch das Land: All das bietet der Orientierungsrahmen zur Nutzung privater digitaler Endgeräte an Schulen, den Bildungsminister Sven Teuber den Schulen zur Verfügung stellt. 

Uns als SPD-Fraktion freut, dass die gemeinsame politische Linie für eine differenzierte Regelung und eine Einbeziehung aller betroffenen Akteure sowie gegen ein starres und Unterschiede bei Schularten und Altersstufen nicht anerkennendes Pauschalverbot seinen Niederschlag gefunden hat. Und wir begrüßen gleichzeitig die klare Empfehlung, an Grundschulen die private Handynutzung grundsätzlich zu untersagen. So nimmt sich moderne und kluge Bildungspolitik differenziert gesellschaftlicher und pädagogischer Fragen an.“ Mit diesen Worten hat Florian Maier, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, den Orientierungsrahmen des Bildungsministeriums kommentiert, der jüngst den Schulen im Land zugegangen ist und der heute auch Thema beim zweiten Sicherheitsgespräch der Landesregierung „Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum“ war. Auch der Verband Bildung und Erziehung hat sich positiv zum Orientierungsrahmen geäußert. 

„Das Thema der privaten Handynutzung an Schulen ist ein grundlegendes, vielschichtiges und polarisierendes. Deswegen ist es richtig, dass wir in Rheinland-Pfalz auf differenzierte Lösungen setzen statt – wie von der CDU-Fraktion immer wieder gefordert – auf stumpfe und pauschalisierende Verbote. Das war von jeher die Linie unserer SPD-Fraktion, die wir auch in unserer gut besuchten Diskussions-Veranstaltung zum Thema im April klar gemacht haben. Und es ist im Übrigen auch eine Linie, die viele der Expertinnen und Experten bei der jüngsten Anhörung im Landtags-Ausschuss vertreten haben“ betonte Maier. 

Konkret sieht der Orientierungsrahmen unter anderem vor, dass die Schulen selbst unter Einbeziehung aller Beteiligten Regeln zur privaten Nutzung digitaler Endgeräte finden. Eine Art Leitplanke bildet dabei der Orientierungsrahmen. Er sieht im Kern ein Untersagen der privaten Handy-Nutzung für die Grundschule und die Primarstufe an Förderschulen, eine schrittweise Öffnung mit festen Nutzungszeiten für die Sekundarstufe I sowie die Stärkung der eigenverantwortlichen Nutzung unter klaren Regeln für den Unterricht für die Sekundarstufe II und BBSen vor. 

„Mit diesem Vorgehen, das wir als SPD-Fraktion unterstützen, gelingen gleich mehrere wichtige Punkte. Erstens wird durch die Einbeziehung die Akzeptanz bei Schülerinnen und Schülern gestärkt, für die Handys und digitale Endgeräte zur Lebenswirklichkeit gehören, die wir in der Schule nicht einfach ausblenden können. Zweitens wird so die wichtige Förderung der Medienkompetenz auch im schulischen Kontext nicht durch ein pauschales Verbot behindert oder ausgebremst. Drittens erkennen wir damit an, dass sehr viele Schulen im Land bereits sehr gute, passende und anerkannte Regelungen gefunden haben, die nun durch die zur Verfügung gestellte Unterstützung beispielsweise auch mit Blick auf die rechtlichen Aspekte gewertschätzt und fortgeführt werden.“


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