Pressemitteilung

Eröffnung des neuen Gotthard-Tunnels

Alternativtrasse zum Mittelrheintal ist alternativlos

Anlässlich der Eröffnung des neuen Gotthard-Tunnels in der Schweiz erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Benedikt Oster: „Die Fertigstellung des ingenieurtechnischen Meisterwerks bietet zunächst einmal Anlass zur Freude. Denn mit dem neuen Gotthard-Tunnel steigen die Chancen, mittel- und langfristig ein wichtiges verkehrs- und umweltpolitisches Ziel umzusetzen – mehr Güter auf der Schiene, statt auf der Straße zu bewegen. Allerdings ist diese Freude getrübt: Mit dem neuen Gotthard-Tunnel dürfte in einigen Jahren der Schienengüterverkehr auch in Rheinland-Pfalz und im bereits immens lärmgeplagten Mittelrheintal zunehmen.“

Oster betont: „Es ist nicht hinnehmbar, wenn im Mittelrheintal der Zuglärm weiter steigt; der Lärm muss vielmehr deutlich sinken. Wird dies nicht erreicht, muss – wie im Ampel-Koalitionsvertrag verankert – ein Fahrverbot für laute Güterzüge folgen. Überdies muss die vorgeschlagene Alternative Güterverkehrsstrecke im Bundesverkehrswegeplan 2030 eine höhere Priorität eingeräumt werden. Die Alternativtrasse fern des Mittelrheintals ist alternativlos. Dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor dieser Notwendigkeit die Augen verschließt, ist nicht hinnehmbar. Es ist gut und richtig, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung aus SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen in Berlin Druck für die neue Trasse macht.“


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