Pressemitteilung

Diskussion der SPD-Fraktion beleuchtet Integration ukrainischer Kinder an Schulen und bespricht neue Ideen

Teuber: „Land geht klugen Weg“

Zur aktuellen Debatte über die Integration ukrainischer Kinder an rheinland-pfälzischen Schulen erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Sven Teuber: „Angesichts des schrecklichen Kriegs in der Ukraine ist unser klares Ziel und unsere Pflicht, die ukrainischen Kinder und Jugendlichen in Kindertagesstätten und Schulen herzlich willkommen zu heißen und bestmöglich für ihre Integration zu sorgen. Aus bildungspolitischer Perspektive ist die derzeitige Praxis unzweifelhaft richtig: In der Regel werden die Kinder in bestehende Klassen aufgenommen und erhalten Deutsch-Intensivkurse mit bis zu 20 Stunden Sprachförderung pro Woche.“

Das Thema war Kern der gestrigen digitalen Diskussionsrunde der SPD-Landtagsfraktion „Wie können wir ukrainische Kinder an unseren Schulen am besten unterstützen?". Dort debattierten die SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landesbildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, die Mainzer DaZ-Lehrerin (Deutsch als Zweitsprache) Constanze Conrad sowie Hans Beckmann, Vorsitzender der Task Force der Kultusministerkonferenz, und Teuber mit interessierten Zuhörer*Innen. Die Veranstaltung war Teil der Inforeihe "Ukraine, Putins Krieg und Rheinland-Pfalz“ der SPD-Landtagsfraktion.

„Auch die Diskussion hat gezeigt, dass in Rheinland-Pfalz ein sehr pragmatischer und kluger Weg gewählt wurde: Wenn in einzelnen Schulen ukrainische Schüler*Innen zunächst gemeinsam im Verbund lernen, weil dies mit Blick auf individuelle Kenntnisstände am besten ist, befürworten wir dies. In der Regel nehmen die ukrainischen Schüler*Innen in Rheinland-Pfalz am allgemeinen Sport-, Musik- oder Englischunterricht teil, um ihre deutschen Mitschüler*innen kennenzulernen und besser ,anzukommen‘. Dass der normale Unterricht für sie zunächst nur in Fächern stattfindet, denen sie auch mit wenig Deutschkenntnissen folgen können, ist pädagogisch sinnvoll“, sagte Teuber. Er hob auch positiv hervor, dass bereits 110 ukrainische Lehrkräfte sowie über 50 zusätzliche Sprachförderkräfte angeworben wurden und viele ukrainischen Schüler*Innen an Online-Lernangeboten ihrer vorherigen Lehrer teilnahmen, um ein Stück Heimat zu erfahren.

Bei der Diskussionsrunde wurden auch die gelungene Integration von ukrainischen Kindern in rheinland-pfälzischen Kitas thematisiert und mit Blick auf die Schulen auch neue Ideen geäußert. „Dazu gehörte etwa die Etablierung eines Sofortfonds für die rasche Anschaffung von Schulmaterialien für ukrainische Schüler*Innen. Wir werden diese und andere Ideen nun prüfen. Als SPD-Fraktion sind wir im engen Austausch mit den Lehrer*Innen sowie mit den Verbänden“, sagte Teuber. „Wir danken all den Lehrer*Innen und an Schulen Beschäftigten für Ihren Einsatz bei der Integration der ukrainischen Kinder. Es ist beeindruckend, welche Unterstützung und Solidarität Ukrainer*innen in Rheinland-Pfalz erfahren.“

 

 


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