Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf haben heute das Landesprogramm zur Stärkung der Kulturszene in Folge der Corona-Pandemie vorgestellt. Dazu erklärt die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Giorgina Kazungu-Haß:
"Ein Zusammenleben ohne Kunst und Kultur, ohne Musik und Theater, ohne Konzerte und Ausstellungen ist auf Dauer kaum vorstellbar. Umso wichtiger ist es, dass die Landesregierung nun mit einem 6-Punkte-Programm auf die besonderen Herausforderungen der Corona-Krise für die Kunst- und Kulturszene in Rheinland-Pfalz reagiert. Die Landesregierung unternimmt darin wichtige Schritte, damit Kunst und Kultur auch in Krisenzeiten weiter stattfinden können. Insgesamt stellt die Landesregierung für das Kulturpaket finanzielle Mittel in Höhe von 15,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Kulturpaket wird sichergestellt, dass die rheinland-pfälzische Kulturszene in ihrer Vielfalt erhalten bleibt. Insbesondere werden neue Kulturformate angestoßen, die auch über die Corona-Pandemie hinaus die Kunst- und Kulturszene in Rheinland-Pfalz bereichern werden.
In sechs Bereichen sieht das Kulturpaket Maßnahmen vor, mit denen die Kunst- und Kulturszene stabilisiert und gestärkt werden soll: Durch ein Stipendienprogramm soll künstlerisches Schaffen auch während der Corona-Pandemie möglich und sichtbar bleiben, finanzielle Notlagen von Künstlerinnen und Künstlern sollen abgefedert werden. Mit zusätzlichen Geldern für Kultureinrichtungen sollen neue Darstellungsformen entstehen, die Kulturschaffenden eine Perspektive geben, sich auch jenseits der klassischen Formate zu präsentieren. Kulturvereine, die in finanzielle Schieflage geraten sind, finden Platz unter dem Schutzschild der Landesregierung für Vereine in Not. Neue Potenziale sollen zudem durch die digitale Vermittlung von Kunst und Kultur entstehen. Um die einzigartige Programmkino-Landschaft zu erhalten, werden diese durch das Land finanziell unterstützt. Ein wichtiges Signal für die rheinland-pfälzische Kulturszene ist außerdem, dass an der Landesförderung für den rheinland-pfälzischen Kultursommer festgehalten wird.“