Gefahr durch Afrikanische Schweinepest wächst

23.01.2018

Der Umweltausschuss des Landtags beschäftigt sich heute mit der Afrikanischen Schweinepest. Hierzu erklärt der forst- und landwirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Nico Steinbach: „Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Osteuropa ausgebreitet und ist über Russland, das Baltikum und Polen näher in Richtung Deutschland gerückt. Die Gefahr eines Ausbruchs auch in Rheinland-Pfalz wächst. Leider ist zu befürchten, dass sich durch die hohe Population von Schwarzwild in Rheinland-Pfalz die Tierseuche schnell ausbreiten könnte und in der Folge auch Hausschweine mit dem Virus infiziert werden. Besorgniserregend ist, dass bereits achtlos weggeworfene Lebensmittel zu einer Infektion bei Tieren führen können und der Virus in der Umwelt sehr resistent ist. Auch mit Blick auf die Landwirte, die in der Schweinezucht tätig sind, ist das Verbreiten der Afrikanischen Schweinepest genauestens zu beobachten.“

 

Steinbach, der vergangene Woche beim Besuch der Internationalen Grünen Woche in Berlin mit dem Abgeordneten Andreas Rahm Vertreter des Deutschen Jagdverbands traf, führt weiter aus: „Der Verband hat gemeinsam mit dem Institut für Natur- und Ressourcenschutz der Kieler Christian-Albrechts-Universität ein Portal und eine App entwickelt, das sogenannte „Tierfund-Kataster“. Bei diesem können Waldgänger und andere Nutzer tote Tiere mit Standort und näherer Beschreibung eintragen und so unmittelbar den zuständigen Kreisveterinären anzeigen. Das Kataster wurde zwar vorwiegend zur Dokumentation von Wildunfällen im Straßenverkehr entwickelt; es kann nun aber auch helfen, einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest schnell zu ermitteln.“

 

Der Abgeordnete Andreas Rahm, der den SPD-Arbeitskreis Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten leitet, ergänzt: „Wichtig ist, dass viele Menschen die App nutzen und entsprechende Funde melden. Als SPD-Fraktion begrüßen wir jedwede Maßnahmen, um einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland frühzeitig zu erkennen. Entsprechende Gegenmaßnahmen könnten dann schnell beschlossen und ergriffen werden.“

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