100 Jahre Wahlrecht für Frauen – Die bestehenden Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen müssen endlich beseitigt werden

12.11.2018

Zur Einführung des Frauenwahlrechts im Jahr 1918 erklärt die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Jaqueline Rauschkolb: „Vor 100 Jahren ist im Kampf um Gleichberechtigung von Männern und Frauen ein wichtiger Erfolg errungen worden: Mit der Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen wurden diese de facto zu Staatsbürgerinnen. Auch wenn in den anschließenden Jahrzehnten weitere Ungleichheiten abgeschafft wurden wie etwa die Schlechterstellung im Bürgerlichen Gesetzbuch, steht eine vollständige Gleichberechtigung bis heute aus: So verdienen Frauen in vielen Jobs noch immer deutlich weniger Geld als Männer, so nehmen Frauen in Politik und Wirtschaft noch viel zu selten Top-Positionen ein. Dabei sollten von Männern dominierte Gruppen endgültig der Vergangenheit angehören. Im kommenden Jahr stehen in Rheinland-Pfalz Kommunalwahlen an. Leider wirken Frauen auch dort noch nicht vollständig gleichberechtigt mit und sind unterrepräsentiert. Ein Grund hierfür ist die schwierige Vereinbarkeit von Familie und politischen Ämtern und Funktionen. Die SPD-Fraktion setzt sich daher auf allen Ebenen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie sowie Beruf und politisches und gesellschaftliches Engagement ein. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2019 wollen wir Frauen überdies Mut machen, sich kommunalpolitisch zu engagieren.“

 

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer sagt weiter: „Aus Sicht der SPD-Fraktion haben sich gesetzliche Quotenregelungen in der Vergangenheit als wirksame Instrumente erwiesen, um mittel- und langfristig mehr Gleichberechtigung zu schaffen. Zudem müssen die Widerstände von Altgestrigen überwunden und gesellschaftlichen Realitäten hinterfragt werden: Aus meiner Sicht ist eine Bewegung wie „MeToo“ wichtig, um gegen alltägliche Ungleichheiten und Diskriminierungen anzukämpfen – allein schon durch das Aufmerksam-Machen von strukturellen Ungerechtigkeiten. Dies kann im Geiste der Sozialdemokratin Marie Juchacz geschehen, die vor 99 Jahren als erste deutsche Parlamentarierin eine mutige und wegweisende Rede gehalten hat.“

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