Besuch der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr mit Betriebsbesichtigung und Fußweg durch die Weinberge zur Burgruine Saffenburg  mit Informationen über die Weinlese per Hand. Unter anderem mit dabei: Innenminister Roger Lewentz (Mitte) und die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Petra Elsner (links davon).

 

Fraktion vor Ort: Weinlese 2011

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion vor Ort“ der SPD-Landtagsfraktion besuchte der Fraktionsvorsitzende Hendrik Hering und der Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, mit einer Delegation von Abgeordneten die Winzergenossenschaft Westhofen in Rheinhessen im Wahlkreis der Abgeordneten Kathrin Anklam-Trapp.
Hering betonte die Absicht der Abgeordneten im gesamten Land den Dialog mit Akteuren verschiedener Wirtschaftszweige zu suchen. Dies sei nicht nur auf den jeweiligen Wahlkreis beschränkt.

Hering: Weinanbaugebiet Rheinhessen mit bester Entwicklung

In Westhofen hob der Fraktionsvorsitzende die sehr gute Entwicklung der rheinhessischen Weinanbaugebiete hervor. So wurde gerade hier die Qualitätsstrategie konsequent umgesetzt, exzellente Weine könnten in diesem Fassanbaugebiet verzeichnet werden. Dies sei von immenser Bedeutung für das Land mit ca. 11.000 Winzern, die gleichzeitig durch die hohe Attraktivität der Region über 190.000 Arbeitsplätze im Tourismus sichern.

Im Laufe der Führung konnte im Weinanbaugebiet „Höllenbrand“ auch die Weinlese mit Lesemaschinen beobachtet werden. Ergänzt wurde dies durch Erläuterungen vom Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Dennis Balasus. Auch der Baufortschritt der momentan stattfindenden Flurbereinigung im Gundersheimer Anbaugebiet „Höllenbrand“, unterstützt durch Fördergelder des Landes, konnte besichtigt werden. Der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft des Bauern- und Winzervereins, Adolf Dahlem, die am Flurbereinigungsverfahren beteiligt ist, erläuterte die einzelnen Vorhaben. So soll in erster Linie eine infrastrukturelle Verbesserung der Weinanbauflächen erreicht werden. Zu kleine Einheiten, unübersichtliche Parzellenzuschnitte und eine mangelnde Wasserführung sollen durch die Maßnahme verbessert werden.

Dies alles geschieht jedoch im Einklang mit dem Vogelschutz. Laut Dahlem ein Konzept mit Zukunft, das die Belange des Naturschutzes und der Winzer in Einklang bringt. So soll die Lebensgrundlage des in den Sommermonaten in den Steinmauern brütenden Steinschmätzers durch die Instandhaltung und Neuanordnung der Trockenmauern nachhaltig gesichert werden.
Dahlem betonte die in der Planungsphase stattfindende gute Kooperation aller politischen Instanzen. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Weinbauminister Hering war ein großer Erfolg.

Abschließend wurde die Delegation vom Geschäftsführer der Winzergenossenschaft durch den genossenschaftlichen Betrieb geführt und konnten sich von der hohen Qualität der Produktion und der Weine überzeugen.

Weingut Münzberg in Landau-Godramstein: Gute Erfahrungen mit dualem Studiengang

Die Ausbildung junger Winzer war ein Hauptthema beim Besuch einer anderen SPD-Delegation beim Weingut Münzberg in Landau-Godramstein. Zu Gast bei den Brüdern Reiner und Gunter Keßler und ihren Mitarbeitern waren neben dem örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Schwarz unter anderem die Landtagsvizepräsidentin Hannelore Klamm, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Barbara Schleicher-Rothmund, die Landauer Weinprinzessin Janina Schraff und der Landauer Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer. Die Besucher konnten tiefe Einblicke in die Produktionsabläufe nehmen und genossen bei strahlendem Wetter auch einen Rundgang im Weinberg.

Die Abgeordneten waren erfreut über die positiven Entwicklung beim dualen Studiengang Weinbau und Oenologie, an dem neben den Fachhochschulen Bingen, Kaiserslautern und Ludwigshafen auch das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz beteiligt ist: Die Studierenden seien mit Feuereifer dabei, so DLR-Direktor Dr. Günther Hoos; statt der erwarteten 30 gebe es jetzt 50 Studierende pro Jahr. Ausdrücklich lobte er das Miteinander mit den Winzern und den beteiligten Hochschulen.

Auch ein Mitarbeiter des Weinguts Münzberg wird zurzeit in diesem Studiengang ausgebildet. Winzer Reiner Keßler lobt besonders den Praxisbezug, der den Studiengang von den Angeboten anderer Hochschulen unterscheide: „Die Jungs“ bekämen dort eine richtig gute Ausbildung und hätten hinterher mehr in der Halt als einen theoretischen Bachelor-Abschluss. Abgeordnete, Winzer und Auszubildende diskutierten darüber, wie der Studiengang und die Winzerausbildung insgesamt weiterentwickelt werden können.

 
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