Zukunft gestalten, Schulen weiterentwickeln

 

15.09.2015

 

Für 541.000 Kinder und Jugendliche an gut 1.500 allgemeinbildenden Schulen und 105 berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz hat nach den Sommerferien wieder der Unterricht begonnen. In einer Aktuellen Stunde „Schuljahresstart 2016/2017 - Zukunft gestalten, Schulen weiterentwickeln“ hat die SPD-Fraktion eine Bilanz des Schulstarts gezogen.

 

„Der Start in das neue Schuljahr ist geräusch- und reibungslos verlaufen“, resümiert die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Bettina Brück. Angesichts der enormen Herausforderung, pünktlich zum Schuljahresstart 1.100 Lehrkräfte einzustellen, sei dies keine Selbstverständlichkeit, wie Brück in der Debatte betonte. Der rundum gelungene Schulstart belege, dass die Bildungspolitik in der Ampel-Koalition einen hohen Stellenwert habe. So sind etwa im Nachbarland Baden-Württemberg zum Schulstart noch rund 600 Stellen offen und dadurch an vielen Schulen Notstundenpläne notwendig geworden.

 

Eine große Herausforderung ist im neuen Schuljahr weiterhin die Beschulung und Integration von Kindern ohne Deutsch-Kenntnisse. Das Land hat daher die Zahl der Deutsch-Intensivkurse auf 467 stark erhöht. Damit sich die Schulen beim Wechsel von Kindern mit Sprachförderbedarf schnell einen Überblick über das Sprachniveau der Schülerinnen und Schüler verschaffen können, gibt es seit diesem Schuljahr außerdem einen Übergabebogen.

 

Viele junge Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland kommen, unterliegen nicht mehr der Schulpflicht. Als erstes Bundesland überhaupt hat Rheinland-Pfalz für die Gruppe der jungen, erwachsenen Geflüchteten zwischen 18 und 25 Jahren ein Kooperationsprojekt zwischen Schulen, Kammern, Arbeitsagentur und BAMF aufgelegt. An den Standorten Trier, Saarburg und Edenkoben werden für diese Gruppe umfassende Sprach- und Integrationskurse sowie Besuche von berufsbildenden Schulen und Betriebspraktika angeboten.

 

Brück erneuerte in der Debatte die Forderung der SPD-Fraktion nach der Aufhebung des Kooperationsverbots im Bildungsbereich. Neben der Integration der Schüler ohne Deutsch-Kenntnisse gibt es derzeit weitere große bildungspolitische Herausforderungen wie die Beschulung von Flüchtlingen und Migranten, die Inklusion, der Ganztagsunterricht, die Schulsozialarbeit und die Schulpsychologie. Der Bund sollte die Länder bei den bildungspolitischen Herausforderungen unterstützen. Die Ampel-Koalition hat daher vereinbart, eine Bundesratsinitiative zur Aufhebung des Kooperationsverbots im Bildungsbereich zu starten.

 

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