Die Situation der Milchviehbetriebe und der Milchwirtschaft in Rheinland-Pfalz war Gegenstand mehrerer parlamentarischer Initiativen der SPD-Landtagsfraktion. Etwa 90 Prozent der Milchviehbetriebe in Rheinland-Pfalz konzentrieren sich auf die grünlandstarken Mittelgebirgsregionen im nördlichen und westlichen Landesteil, wie Westerwald, Hunsrück, Eifel und Westpfalz. Der Strukturwandel wird weitergehen und der Wettbewerb wird zunehmen.
Die Betriebe sind auch in Rheinland-Pfalz nicht nur durch den Weltmarkt erheblicher Konkurrenz ausgesetzt, sondern auch innerhalb der Europäischen Union. Daher müssen sie innovative Wege gehen, um ihre betriebswirtschaftliche Grundlage abzusichern. Aber auch die Molkereien müssen sich für den Weltmarkt rüsten. Die Landwirtschaft muss sich innerhalb der milchwirtschaftlichen Marktwirtschaft gut aufstellen.
Ziel ist es, die Existenzfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der in der Milcherzeugung verbleibenden Betriebe zu sichern und zu erhalten. Milchprodukte wie Butter sollten für Verbraucherinnen und Verbraucher auch mit geringem Einkommen bezahlbar bleiben. Milch ist aber vor allem auch ein Lebensmittel von hoher Qualität, für das ein angemessener und fairer Preis zugunsten der Landwirtinnen und Landwirte erzielt werden sollte.
Das derzeitige europäische Milchquotensystem wird nur noch bis 2015 bestehen. Die Milchwirtschaft muss sich deshalb bereits jetzt auf eine mögliche quotenlose Zeit nach 2015 vorbereiten.
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