Mehr Ganztag wagen: Neue Impulse für das rheinland-pfälzische Erfolgsmodell

 

28.02.2018

 

Rheinland-Pfalz ist das Bundesland der Ganztagsschulen. Die von der SPD getragene Landesregierung hat im Jahr 2002 durch ein eigenes Landesprogramm den Ausbau von Ganztagsschulen gesetzlich verankert; auch die Qualität war von Anfang an ein bildungspolitischer Schwerpunkt. Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Ganztagsschulen übernommen. Das Land übernimmt seither zu 100 Prozent die zusätzlichen Personalkosten und unterstützt zudem die Schulträger bei baulichen Maßnahmen. Aus der Beantwortung der Großen Anfrage Erfolgsmodell „Ganztagsschule in Angebotsform“ (Drucksache 17/5139) geht hervor, dass seit dem Start des Ausbauprogramms für Ganztagsschulen Mittel im Umfang von über 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden.

 

Auf ihrer Jahresauftaktklausur hat sie SPD-Landtagsfraktion ein Positionspapier mit Impulsen für das rheinland-pfälzische Erfolgsmodell verabschiedet. Unser Ziel: Ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule. 

 

Auf einen Blick: Fünf Impulse für die Ganztagsschule

 

1. Wir setzen uns dafür ein, dass noch mehr Anreize für Kooperationen mit Vereinen und Organisationen, insbesondere auch in den Bereichen Sport, Musik, Kunst und Umweltbildung, geschaffen werden.

 

2. Wir wollen die Verlässlichkeit und die Vereinbarkeit noch weiter stärken, indem wir perspektivisch einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in der Grundschule verankern wollen.

 

3. Dort, wo sich die Schulgemeinschaft eine verpflichtende Ganztagsschule wünscht und alternative Angebote in erreichbarer Nähe sind, sollte eine verpflichtende Ganztagsschule eingeführt werden. Vor diesem Hintergrund befürworten wir eine Änderung des Schulgesetzes.

 

4. Gerade für das rheinland-pfälzische Erfolgsprojekt "Keiner ohne Abschluss" an Realschulen plus bietet der Ganztag vielfältige Möglichkeiten zur Intensivierung der beruflichen Praxis. Wir setzen uns dafür ein, dass die Berufsorientierung an weiterführenden Schulen flächendeckend und zeitnah mit zielgenauen Programmen und Maßnahmen zu einem wichtigen Profilbaustein wird.

 

5. Wir wollen allen Kindern, unabhängig vom Einkommen der Eltern, die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen ermöglichen. Schon bestehende Initiativen, die Eltern mit niedrigem Einkommen dabei unterstützen, unkompliziert Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für das Mittagessen zu beantragen, können als Best-Practice Beispiel dienen.

 

Das gesamte Positionspapier gibt es hier. 

 

Downloads

Positionspapier: „Neue Impulse für das rheinland-pfälzische Erfolgsmodell – Die Ganztagsschule in Angebotsform“

 

 

Ansprechpartnerin

Corinne Herbst

Referentin für Bildung

Telefon: 06131/ 208- 3113
Telefax: 06131/ 208- 4208

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Bettina Brück.

Bettina Brück

Wahlkreis 23, Bernkastel-Kues/Morbach/Kirchberg (Hunsrück)

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