Die Enquete-Kommission hat sich in der vergangenen Legislaturperiode mit Fragen der Medienverantwortung auseinandergesetzt und Handlungsempfehlungen verabschiedet - ein wichtiger Leitfaden für unsere Politik.
Ein Ende der rasanten Entwicklung von neuen technologischen Errungenschaften im Kontext des Internets oder Web 2.0 ist hinsichtlich steigender Nutzerzahlen, technischer Weiterentwicklung und neuer Geschäftsmodelle auf Basis des Internets nicht in Sicht.
Eine von Digitalität geprägte Gesellschaft und Kultur muss höchste Priorität darauf richten, auch über Persönlichkeitsentwicklung, Medienkompetenz und Medienhandeln Partizipation, gesellschaftlichen Anschluss und Erwerbsfähigkeit zu ermöglichen. Nur so kann einer drohenden digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegengewirkt werden. Aus einer breiten, integrativen aber auch spezialisierten Medienkompetenz, sind innovative Impulse für die Arbeitswelt und eine Verbesserung von Lebensqualität zu erwarten. Dabei kann an vorhandene Kompetenzen junger Menschen angeknüpft werden.
Der Umgang mit neuen Kommunikationsmedien kann neben Lesen, Schreiben und Rechnen inzwischen als Form einer vierten Kulturtechnik betrachtet werden.
Geht man von diesem Grundsatz aus, so ergeben sich konsequenterweise veränderte Anforderungen an den Bildungsbereich für diese vierte Kulturtechnik. Wie notwendig solche digitale Kompetenz ist, lässt sich sowohl an den aktuellen Zahlen als auch an den neuen sozialen Problemphänomenen wie Onlinekriminalität oder Cybermobbing erkennen.
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