Der aktuelle Armuts- und Reichtumsbericht hat uns wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der sozialen Lebensverhältnisse in unserem Land geliefert. Gleichzeitig hat er uns den klaren Auftrag gegeben, Armut und ihre Ursachen weiterhin konsequent zu bekämpfen. Nach dem Bericht gelten eine halbe Million Menschen in Rheinland-Pfalz als armutsgefährdet. Besonders bestürzend ist dabei, dass die Armutsrisiken gerade für Familien mit Kindern und für Alleinerziehende am höchsten sind.
Nach Arbeitslosigkeit ist Erwerbstätigkeit bei zu niedrigen Löhnen die Hauptursache für Armut. Daraus folgt für uns: Um Armut zu verhindern, muss Arbeit so entlohnt werden, dass man davon auch leben kann. Ein weiteres zentrales Instrument zur Armutsbekämpfung ist der Zugang zu Bildung. Rheinland-Pfalz geht hier mit der Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten, Ganztagsschulen, dem Sozialfonds für Mittagessen an Ganztagsschulen und Kindertagesstätten, der Weiterentwicklung der Lernmittelfreiheit und dem gebührenfreien Erststudium einen absolut vorbildlichen Weg. Damit ermöglichen wir echte Teilhabe und gleiche Bildungschancen für alle. In Bildung zu investieren und allen Menschen den Zugang zu Bildung zu ermöglichen ist die beste Armutsprävention. Diesen politischen Weg werden wir auch in Zukunft weiter gehen.
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