Die Arbeitskreise Landwirtschaft und Weinbau sowie Umwelt und Forsten der SPD-Landtagsfraktion trafen sich auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten und umweltpolitischen Sprechers Marcel Hürter zu einer auswärtigen Klausursitzung in Burgbrohl. Bei der Klausursitzung zu Beginn der Legislaturperiode wurden neben aktuellen landwirtschafts- und umweltpolitischen Fragen auch die anstehende Arbeitsplanung der Arbeitskreise besprochen. Die SPD-Fachpolitiker sprachen sich aus diesem Anlass weiter für ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Umwelt im Land aus. "Umweltschutz und Landwirtschaft widersprechen sich nicht, sondern sind Partner", so die Abgeordneten. Landwirtschaft und Weinbau produzieren in Rheinland-Pfalz Produkte höchster Qualität und seien für das Land prägend.
Im Bereich des Umweltschutzes sei Rheinland-Pfalz weiter auf gutem Weg und nehme insbesondere bei den Anstrengungen hinsichtlich des Tierschutzes bundesweit eine Vorreiterrolle ein, etwa über entsprechende Initiativen im Bundesrat. Beim Weinbau im Land setzen die SPD-Fachpolitiker auf eine Kunden- , Qualitäts- und Marktorientierung. Gerade der Qualitätsgedanke im Weinbau habe in den letzten Jahrzehnten zum Erfolg der rheinland-pfälzischen Weine beigetragen.
Strukturwandel, Globalisierung und die Veränderungen der europäischen und weltweiten Märkte haben Auswirkungen auch auf die Landwirtschaft im Land. Dies habe Folgen für Betriebsgröße und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, die neuen Herausforderungen verstärkt mit unternehmerischen Geist entgegentreten müssen. Hier sei eine gute Mischung aus Wettbewerbsfähigkeit, Betriebsgröße und Effizienz in der Landwirtschaft einerseits und der Existenzmöglichkeit auch kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe, die zur Landschaftspflege beitragen, sinnvoll.
In der Landwirtschaft gelte es, den Bürokratieabbau weiter als Daueraufgabe zu sehen. Gerade die Milchquote, die auslaufen wird, habe mehr Bürokratiekosten geschaffen, als dass sie den Betrieben genutzt habe und sei zu Recht ein Auslaufmodell, so die SPD-Abgeordneten. Der Weg in Richtung Öko-Landwirtschaft könne auch für kleinere Betriebe Chancen eröffnen, zu besseren Preisen zu vermarkten und so wettbewerbsfähig zu bleiben. Eine Landwirtschaft, die nachhaltig und ressourcenschonend wirtschaftet, sei gut und notwendig für das Land, betont Thorsten Wehner, landwirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
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