Rheinland-Pfalz ist Land der guten Pflege – Persönlicher Pflegemanager kommt ab 2018

25.08.2017

Anlässlich der heutigen Landtagsdebatte zur Pflegepolitik erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Anklam-Trapp:

 

„Die demografische Entwicklung erfordert eine kontinuierliche Anpassung der Pflegepolitik an die tatsächlichen Pflegebedarfe von Kranken und Hochbetagten. Bereits heute ist jeder vierte Rheinland-Pfälzer 60 Jahre oder älter, gleichzeitig sind Familienstrukturen im Wandel. Durch kluge und moderne Pflegepolitik müssen bereits heute die Weichen dafür gestellt werden, dass hochbetagte Menschen mit Pflege- oder Unterstützungsbedarf auch in Zukunft möglichst lange ein selbstbestimmtes und aktives Leben führen können. Mit dem flächendeckenden Netz aus Pflegestützpunkten, der Einrichtung der Gemeindeschwester Plus und der Weiterqualifizierung zum Persönlichen Pflegemanager trägt das Land Rheinland-Pfalz dieser Entwicklung in vorbildlicher Weise Rechnung. Nicht umsonst gilt Rheinland-Pfalz bundesweit als Musterbeispiel zukunftsweisender Pflegepolitik.“

 

Anklam-Trapp weiter: „Die überwiegende Mehrzahl der Menschen möchte so lange wie möglich zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung leben. Drei Viertel der Menschen mit Pflegebedarf werden nach wie vor zuhause von ihren Angehörigen versorgt. Zukünftig wird es jedoch immer mehr Hochbetagte geben, deren Familien nicht in unmittelbarer Nähe zum eignen Wohnort wohnen oder die selbst Angehörige mit Pflegebedarf haben. Zukunftsweisende Pflegepolitik muss für diese veränderten Bedarfe passgenaue Instrumente bereithalten.“

 

„Zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Pflegebedarf und pflegende Angehörige sind die 135 Pflegestützpunkte im Land, die flächendeckend und wohnortnah kostenfreie und kompetente Unterstützung leisten – bei der Organisation von Pflege, bei der Stellung von Anträgen oder der Vermittlung von Pflegediensten, Haushalts- oder Einkaufshilfen. Mit seinem dichten Netz an Pflegestützpunkten nimmt Rheinland-Pfalz eine bundesweite Vorreiterrolle ein: Von rund 550 Pflegestützpunkten bundesweit befinden sich allein 135 in Rheinland-Pfalz. Durch die Weiterqualifizierung zum Pflegemanager wird die hochprofessionelle und wertvolle Arbeit der Pflegestützpunkte weiter gestärkt. Bereits im kommenden Jahr sollen Fachkräfte in bis zu 20 Pflegstützpunkte schrittweise zum persönlichen Pflegemanager weiterqualifiziert werden. Für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige bedeutet dies eine zusätzliche Entlastung bei der Organisation bestmöglicher Pflege. Dafür stehen jährlich Landesmittel in Höhe von 700.000 Euro bereit“, so Anklam-Trapp.

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