SPD-Landtagsabgeordnete besuchten das BASF-Agrarzentrum Limburgerhof

Parlamentarier der SPD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz waren im Rahmen einer auswärtigen Sitzung zu Besuch beim  BASF-Agrarzentrum in Limburgerhof. Wenige Tage nach der Entscheidung der BASF, die Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie auf die Hauptmärkte in Nord- und Südamerika zu konzentrieren und die Unternehmenszentrale der BASF Plant Science von Limburgerhof nach Raleigh in North Carolina zur verlegen, war die geplante Verlagerung ein Hauptthema. Die SPD-Landtagsabgeordneten äußerten ihr Bedauern über die Verlagerung der Aktivitäten und den Verlust an hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Bereich der Pflanzenbiotechnologie. Derzeit arbeiten 157 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für BASF Plant Science in Limburgerhof. Wie die BASF mitteilte, ist insgesamt vorgesehen, 123 Stellen von Limburgerhof und Gatersleben an andere Standorte der BASF Plant Science, hauptsächlich nach Raleigh, zu verlagern und in den kommenden zwei Jahren 78 Stellen abzubauen. Die BASF strebt an, den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soweit möglich Stellen innerhalb der BASF-Gruppe anzubieten.  

Unabhängig davon freuten sich die Abgeordneten darüber, dass fast zeitgleich die BASF angekündigt hatte, dass am Standort Ludwigshafen eine Anlage zur Herstellung von TDI gebaut wird und die Anlagen für TDI-Vorprodukte auszubauen. TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan. 

"Wir müssen vor dem Hintergrund der BASF-Entscheidung zur Pflanzenbiotechnologie aufpassen, dass der Wissenschafts- und Forschungsstandort Deutschland nicht durch eine unwissenschaftliche Argumentation gegen innovative Technologien geschwächt wird. Aus unserer Sicht bietet die Grüne Gentechnik weiter viele Chancen, auch für die Landwirtschaft. Moderne Pflanzenzüchtungsverfahren und Grüne Gentechnik sind kaum wirklich zu unterscheiden. Die Fortschritte bei der Biotechnologie in den letzten Jahren sind auch ein Verdienst der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in Deutschland auf internationalem Top-Niveau arbeiten und forschen. Wir brauchen in Deutschland eine international ausgerichtete Spitzenforschung und Unternehmen, die auch in diesen Bereichen anwendungsbezogen und mit Erfolg aktiv sind", so der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thorsten Wehner, der auch Sprecher seiner Fraktion für Grüne Gentechnik ist. 

Neben dem Themenbereich der Pflanzenbiotechnologie und anschließender Besichtigung ausgewählter Forschungseinrichtungen war ebenso der Pflanzen- und Gewässerschutz in der Landwirtschaft Thema des Informationsbesuchs. An dem Besuch nahmen neben den Fachpolitikern Monika Fink und Marcel Hürter, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, auch die örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten, Landtagsvizepräsidentin Hannelore Klamm und Anke Simon, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, teil. 

 
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