Zu einem Gespräch mit dem Kreisbauernverband Altenkirchen traf sich der Arbeitskreis Landwirtschaft und Weinbau der SPD-Landtagsfraktion auf dem Hof von Johannes Reifenrath in Mittelhof im Westerwald.
Nach einem Hofrundgang wurden die aktuellen Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft angesprochen. Die derzeitige Diskussion zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stand dabei natürlich im Mittelpunkt. Thorsten Wehner, SPD-Landtagsabgeordneter aus Wissen und Mitglied im Landwirtschaftsausschuss, bekräftigte in diesem Zusammenhang, dass aus seiner Sicht die Mittel für die Landwirtschaft in der so genannten ersten Säule möglichst in voller Höhe erhalten bleiben sollten. Diese Mittel seien ein Ausgleich für die Verpflichtungen der Landwirtschaft hinsichtlich der hohen Qualitätsanforderungen der Erzeugnisse, der hohen Standards bei Natur- und Umweltschutz sowie der tiergerechten Haltung. "Gemessen an den Bedingungen in anderen Ländern sind wir in Deutschland meist Vorreiter", so Wehner
Des Weiteren wurden Probleme bei der Hofnachfolge und Vorgaben der EU speziell beim Erosionsschutz angesprochen. Georg Groß, Kreisvorsitzender des Bauernverbandes, betonte, dass die neuen zeitlichen Vorgaben zum Pflügen der Ackerflächen die Flexibilität nehme, um auf witterungsbedingte Veränderungen zu reagieren. Die Agrarpolitiker signalisierten, sich hier wiederholt einzubringen, da standardisierte Lösungen und Rezepte für alle Landwirte und Flächen in einem Land mit Flachland- und Mittelgebirgslandschaften sowie unterschiedlichen Niederschlagsmengen nicht zielführend sein können.
Eine zusätzliche Sorge bereitet den Landwirten, dass es nur schwer möglich ist, zusätzliche Flächen für die landwirtschaftliche Produktion zu bekommen. Dies sei dringend notwendig, wenn man wettbewerbsfähig bleiben will. Ob eine Flurbereinigung hier Mittel zum Zweck sei, wolle man prüfen lassen. Die SPD-Landespolitiker nahmen zahlreiche Anregungen des Gesprächs gerne mit in die sich anschließende Klausurtagung des Arbeitskreises Landwirtschaft und Weinbau, die in Wissen stattfand.
Referent für
Telefon: 06131/ 208- 3209
Telefax: 06131/ 208- 4208
E-Mail schreiben