Schülerinnen und Schüler müssen individuell gefördert werden. Wir bereiten die angehenden Lehrkräfte auf diese Aufgaben vor und nutzen den Rückgang der Schülerzahlen für kleinere Klassen.
Individuelle Förderung bleibt eine wohlklingende Floskel, wenn sie nicht unterfüttert wird mit entsprechenden Ressourcen. Damit Lehrerinnen und Lehrer für das einzelne Kind mehr Zeit haben, wollen wir das Wahlversprechen der Partei umsetzen und die Klassenmesszahl in den Grundschulen schrittweise bis 2016 von derzeit 30 auf 24 absenken. In den Orientierungsstufen der Gymnasien und der Integrierten Gesamtschulen sowie in den Berufsfachschulen I und II soll die Klassenmesszahl ebenfalls schrittweise von 30 auf 25 reduziert werden.
Reform der Lehrerbildung
Gute Schule fängt mit guten Lehrkräften an. Wir haben daher bereits in der zurückliegenden Wahlperiode die Reform der Lehrerbildung durchgeführt. Lehramtsstudierende erlernen neben dem Fachwissen auch Wissen über ihre Tätigkeit als Pädagoge in Form des Fachs „Bildungswissenschaften“. Zugleich können die Studierenden mithilfe von Praktika schon zu Beginn ihres Studiums erfahren, was es heißt, vor einer Klasse zu stehen.
Gut ausgebildete Lehrkräfte bleiben nur mit einem modernen System der Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand. Daher werden die verschiedenen Einrichtungen im Laufe des Jahres zu einer neuen Institution zusammen gefasst.
Qualitätssicherung
Die Schulen werden unterstützt mit einer modernen Form der Evaluation. Die „Agentur für Qualitätssicherung“ hat ihre Arbeit aufgenommen. Die anfängliche Skepsis weicht nach und nach, und die Schulen beginnen, die Perspektive von außen zu schätzen, um künftig selbstbestimmt die Qualität an der Schule voran zu bringen.
Schulsozialarbeit
Wir sorgen in der laufenden Wahlperiode dafür, dass an allen Hauptschulen Schulsozialarbeit mit mindestens einer halben Stelle angeboten wird. Damit setzen wir unsere Bemühungen um eine möglichst enge Vernetzung von Schule und Jugendhilfe engagiert fort.