„Mit unserem Parlamentsantrag zum Thema weibliche Genitalverstümmelung wollen wir ein Zeichen setzen gegen eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung, die in Teilen Afrikas und Asiens Mädchen und Frauen zugefügt wird. Wir fordern die Landesregierung in dem heute im Plenum verabschiedeten Antrag auf, gezielt Maßnahmen zur Aufklärung sowie Präventionsmaßnahmen zum Schutz bedrohter Mädchen und Frauen anzubieten bzw. in bereits bestehende Beratungsangebote zu integrieren. Auch sollen die von der Thematik betroffenen Berufsgruppen, wie beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und Gesundheitspersonal sowie Beschäftigte von Polizei und Justiz verstärkt für dieses Thema sensibilisiert werden“, so die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ingeborg Sahler-Fesel.
Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit zwischen 100 und 140 Millionen Mädchen und Frauen an ihren Genitalien verstümmelt. Einer Unicef-Studie zufolge kommen jährlich geschätzte zwei bis drei Millionen Mädchen im Alter zwischen 4 bis 12 Jahren dazu. Durch Wanderungs- und Flüchtlingsbewegungen leben auch in Europa immer mehr Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung sind.
Sahler-Fesel: „Mit Blick auf den internationalen Tag der Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar möchten wir auf das Problem und die schlimmsten körperlichen und seelischen Folgen der Mädchen und Frauen aufmerksam machen. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, dass die Initiative der SPD-Landtagfraktion von den Fraktionen der CDU und FDP im Landtag unterstützt wird und in einem gemeinsamen Antrag zum Ausdruck kommt.“
zurückReferentin für
Telefon: 06131/ 208- 3118
Telefax: 06131/ 208- 4208
E-Mail schreiben