Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Jutta Steinruck, freut sich über die Eröffnung der landesweit ersten Beratungsstelle für Prostituierte in Koblenz: „Ein Ausstieg aus der Prostitution bzw. ein Wiedereinstieg in eine gesellschaftlich anerkannte Form der Berufsausübung ist für viele Frauen mit einer Reihe von Schwierigkeiten verbunden. Neben finanziellen oder familiären Problemen, gesundheitlichen Belastungen und Gewalterlebnissen kommen bei fast der Hälfte der Ausstiegswilligen Defizite in schulischer Ausbildung oder Berufsausbildung hinzu. Auf Initiative der SPD-Fraktion hat der Landtag im Dezember 2007 die Landesregierung aufgefordert, ein Konzept für eine Ausstiegsberatung für Prostituierte auf der Grundlage bestehender Beratungs- und Hilfsangebote zu entwickeln. Im Doppelhaushalt 2009/2010 wurden Mittel in Höhe von je 30.000 Euro zur Beratung ausstiegswilliger Prostituierter zur Verfügung gestellt. Mit der Eröffnung der ersten Beratungsstelle dieser Art geht die Landesregierung nun einen wichtigen und guten ersten Schritt, um ausstiegswilligen Prostituierten kompetent zur Seite zu stehen und praktikable Alternativen aufzuzeigen.“
Das Pilotprojekt will ein Beratungsangebot für Prostituierte aufbauen, um ihnen einen Ausstieg aus der Prostitution zu ermöglichen, ihre berufliche Umorientierung zu unterstützen und ihnen Perspektiven und Möglichkeiten der Lebensgestaltung zu eröffnen. Das Modellprojekt soll Prostituierten eine Chance auf eine neue Zukunft geben und wird mit jährlich 30.000 Euro aus Landesmitteln unterstützt.
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