„Die SPD-Landtagfraktion gratuliert Solwodi herzlich zum 25-jährigen Jubiläum. Unser Dank gilt dem unermüdlichen Einsatz der Gründerin, Schwester Dr. Lea Ackermann, die mit vielfältigen Maßnahmen ihrer Hilfsorganisation Frauen hilft, die von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen waren und sind. Eine wichtige und über Rheinland-Pfalz herausragende Arbeit leistet SOLWODI als Anlauf- und Beratungsstelle für ausländische Frauen, die über Sextourismus, Menschenhandel und Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind“, so die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagfraktion, Ingeborg Sahler-Fesel in Mainz.
Menschenhandel in all seinen Ausprägungen, hauptsächlich der Frauenhandel, stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung dar. Insbesondere Frauen aus Osteuropa werden mit der falschen Versprechung, sie erhielten gut bezahlte Jobs, nach Deutschland gelockt. Was sie dann aber teilweise erwartet, ist Zwangsprostitution. Der Frauenhandel ist ein weltweit verbreitetes Verbrechen mit deutlichen Strukturen der Organisierten Kriminalität. Für die Täter ist dieses Verbrechen lukrativ und risikoarm. Dabei beschränken sie ihre Aktivitäten häufig nicht allein auf den Menschenhandel. Die Öffentlichkeit muss stärker für dieses brisante Thema sensibilisiert werden.
Sahler-Fesel: „Das kriminelle Geschäft mit sexueller Ausbeutung ist besonders schändlich und menschenverachtend. Für die SPD-Landtagfraktion ist deren Bekämpfung von großer Bedeutung. Wir haben daher in einem Antrag zur Ausstiegsberatung für Prostituierte gefordert, eine Beratungsmöglichkeit für Frauen in psychosozialen Notlagen anzubieten. Auf Grundlage unserer Initiative konnte die Prostituiertenberatungsstelle in Koblenz im Mai 2009 ihre Arbeit aufnehmen.“
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