Kathrin Anklam-Trapp, Mitglied im Gesundheits- und Sozialausschuss des rheinland-pfälzischen Landtages, begrüßt die heute beantragte Aktuelle Stunde zu Maßnahmen der Attraktivitätssteigerung der ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum und die Vorschläge des Bundesgesundheitsministers zur entsprechenden besseren Vergütung:
„Die vom Bundesgesundheitsminister vorgelegten Ansätze zu einer Steigerung der Anreize, als niedergelassene Medizinerin oder niedergelassener Mediziner auf dem Land tätig zu werden, gehen in die richtige Richtung. Bereits im Jahr 2007 hatte die SPD-Fraktion in einem Antrag gefordert, dass es zu einer leistungsgerechteren Honorierung der ambulanten ärztlichen Versorgung insgesamt und somit gerade auch im ländlichen Raum kommen muss.
Auch wenn die Zahlen derzeit eine gute Versorgungstruktur landesweit belegen, bleibt ein absehbares Verteilungsproblem zwischen Stadt und Land. Der gemeinsam von der Landesregierung mit den Partnern im Jahr 2007 entwickelte Masterplan zur Stärkung der ambulanten hausärztlichen Versorgung zeigt Lösungsmöglichkeiten auf und findet über Landesgrenzen hinweg Nachahmer.
Wir haben im Haushalt 2011 unsere Bemühungen noch einmal mit einer gezielten Förderung der Tätigkeitsaufnahme im ländlichen Raum verstärkt. Hierzu ergänzend ist aus unserer Sicht eine entsprechende Anpassung der Bedarfsplanung innerhalb der Kassenärztlichen Vereinigungen erforderlich, damit die spannende, aber eben auch besonders anspruchsvolle, Tätigkeit der Mediziner auf dem Land leistungsgerechter honoriert werden kann. Eine Besserstellung der Landärzte darf hierbei aus unserer Sicht nicht durch steigende Beiträge erreicht werden, vielmehr sollte sie mit einer Umverteilung innerhalb der Ärzteschaft erreicht werden.“
zurück
Telefon: 06131/ 208- 3215
Telefax: 06131/ 208- 4208