Klomann: Urheberstreit muss schnell beendet werden – Leidtragende sind die Studierenden

09.12.2016

Seit Längerem streiten sich die Verwertungsgesellschaft VG Wort und die Kultusministerkonferenz des Bundes und der Länder über Abrechnungsmodalitäten. Strittig ist, welche Gebühren die Hochschulen an die VG Wort für die Intranet-Nutzung und das Abrufen von Texten berechnen. Das Thema ist in dieser Woche auch auf der Kultusministerkonferenz beraten worden. Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Johannes Klomann: „Eine Einigung der VG-Wort mit der Kultusministerkonferenz und den Hochschulrektorenkonferenzen ist überfällig. Denn die Studierenden müssen auch in Zukunft auf digitale Kopien wissenschaftlicher Texte zugreifen können. Bei allem Verständnis für Urheberrechte, Deutschland darf nicht in das analoge Zeitalter zurückfallen. Seit Jahren hat sich im Lehrbetrieb der Hochschulen das Arbeiten mit online abrufbaren Materialien eingespielt, das Lernen ist dadurch professionalisiert worden.“

 

Klomann sagt, es sei derzeit zu befürchten, dass die Hochschulen beim Abrechnen der einzelnen Texte einen maßlosen bürokratischen Aufwand hätten oder die Studierenden sich die Texte künftig nur sehr umständlich und langwierig beschaffen können. „Beides ist nicht akzeptabel: Denn durch die Digitalisierung im Lehrbetrieb wurden die Studienbedingungen erheblich verbessert. Es sollte auch im Interesse der VG Wort sein, dass dieser Erfolg nicht rückgängig gemacht wird. Trotz des nur engen rechtlichen Rahmens, den der Bundesgerichtshof in seinem Urteil gelassen hat, muss eine rasche Einigung möglich sein. Leidtragende sind sonst die Studierenden.“

zurück
 

Ansprechpartner

Nils Heisterhagen

Grundsatzreferent

Referent für

  • Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur

Telefon: 06131/ 208- 3212
Telefax: 06131/ 208- 4217

E-Mail schreiben

SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz Impressum Kontakt