200 Jahre Karl Marx: Gesamtschau wirft Blick auf Leben und Werk im Spiegel der Zeit

03.05.2018

Am 5. Mai jährt sich der Geburtstag des Ökonomen und Philosophen Karl Marx zum 200. Mal. In einer umfassenden Gesamtschau werden Leben und Wirken des Trierers Marx gewürdigt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer erklärt:

 

„Philosoph, Ökonom, Provokateur: Wie kaum ein anderer prägte Karl Marx das Denken seiner Zeit, wurde kritisiert, interpretiert und adaptiert. Der Denker Marx polarisierte Zeit seines Lebens, und diese Polarisierung setzt sich bis heute fort. Im Jubiläumsjahr anlässlich seines 200. Geburtstags erfährt einer der wichtigsten Denker der Moderne eine umfassende kritische Würdigung. Unter veränderten Vorzeichen werden die großen gesellschaftspolitischen Fragen, die Marx in seinem philosophischen Werk aufwirft, heute erneut gestellt: Zum Verhältnis von Arbeit und Kapital, dem Wert der Arbeit und den Auswirkungen eines entgrenzten, globalen Kapitalismus. In Zeiten von Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung erinnert uns die Auseinandersetzung mit dem Philosophen Marx daran, den Menschen in den Mittelpunkt jeglicher Betrachtung wirtschaftlicher Veränderungsprozesse zu stellen.“

 

Der örtliche SPD-Abgeordnete Sven Teuber sagt: „1818 in Trier geboren und aufgewachsen ist Karl Marx der wohl berühmteste Sohn der Stadt. Nach der Überwindung des Kalten Krieges ermöglicht die große Gesamtschau in Trier erstmals eine unvoreingenommene, differenzierte Auseinandersetzung mit seinem philosophischen Werk im Spiegel der Geschichte. Dabei gelingt es in beispielhafter Weise, zu würdigen ohne zu glorifizieren; zu erklären, ohne zu verteidigen. So werden auch die Schattenseiten der leninistisch-stalinistischen Adaption seines Denkens nicht verschwiegen und erfahren eine differenzierte Einordnung. Von der enormen internationalen Resonanz bereits vor Beginn der großen Marx-Schau werden das Kultur- und Tourismusland Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier dauerhaft profitieren.“

 

Giorgina Kazungu-Haß, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, ergänzt: „Im Marx-Jahr ist es dem Land Rheinland-Pfalz, der Stadt Trier, dem Bistum Trier sowie der Friedrich-Ebert-Stiftung gelungen, in einer noch nie dagewesenen Gesamtschau das Leben und Wirken des berühmtesten Sohnes der Stadt aufzuarbeiten. Mit der großen Landesausstellung im Rheinischen Landesmuseum und dem Stadtmuseum Simeonstift, der neugestalteten Dauerausstellung im Museum Karl-Marx-Haus und einer Sonderausstellung im Museum am Dom sowie rund 600 Veranstaltungen ist eine moderne und weltweit einmalige Zusammenschau entstanden. Rund 400 Exponate aus aller Welt dokumentieren das facettenreiche Werk des Philosophen und geben Besucherinnen und Besuchern einen umfassenden Blick auf den Menschen Marx sowie sein Denken und Wirken damals wie heute.“

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