Oster und Klomann kritisieren Billigflieger-Strategie am Frankfurter Flughafen – Hessische Landesregierung muss Pläne verhindern

04.04.2017

Zu den am Wochenende bekannt gewordenen Plänen der Fraport AG, am Frankfurter Flughafen eine Kapazitätserweiterung für Billigflieger vorzunehmen, erklären der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Benedikt Oster, sowie der örtliche SPD-Abgeordnete Johannes Klomann:

 

„Mit der Ansiedlung der irischen Fluggesellschaft Ryanair am Frankfurter Flughafen und den nun bekannt gewordenen Plänen für einen Billigflieger-Flugsteig scheint sich eine Strategieänderung der Fraport AG für den Frankfurter Flughafen abzuzeichnen. Die Pläne des Flughafenbetreibers Fraport für einen zusätzlichen Flugsteig für Billigflieger am geplanten Terminal 3 stellen die Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens in Frage. In der Folge könnten sich weitere Billig-Airlines am Flughafen ansiedeln. Zudem verstärken die Fraport-Pläne die Konkurrenzsituation zwischen dem Frankfurter Flughafen und dem rheinland-pfälzischen Flughafen Frankfurt Hahn. Der Planfeststellungsbeschluss für den im Bau befindlichen Terminal 3 sieht eindeutig die Abfertigung von Umsteigepassagieren vor. Die hessische Landesregierung ist jetzt aufgerufen, die Pläne für den zusätzlichen Flugsteig zu verhindern und geltendes Recht zu wahren.“

 

Der Mainzer SPD-Abgeordnete Johannes Klomann ergänzt: „Bereits mit der Planung eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen wurde ein Kardinalsfehler begangen. Seit Jahren werden die Prognosen am Frankfurter Flughafen zu den Flugbewegungen nicht erreicht. Die Billigflieger-Strategie der Fraport AG lässt nun erneut an der Notwendigkeit eines dritten Terminals zweifeln. Die neueren Versuche der Fraport AG, die Fluggastzahlen nach oben zu treiben, würden zu Lasten der Gesundheit der fluglärmgeplagten Bevölkerung in der Region gehen. Bereits die im Planfeststellungsbeschluss erlaubten 700.000 Flugbewegungen pro Jahr sind aus Lärmschutzgründen inakzeptabel.“

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