Schweitzer: „Vertrauen in Opel-Führung hat tiefe Kratzer bekommen“

28.03.2018

Medienberichten zufolge plant das Opel-Management, eine im April anstehende Tariferhöhung nicht an die Beschäftigten auszuzahlen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer zeigt sich irritiert von den Opel-Plänen und erklärt:

 

„Ein Jahr nach der Übernahme durch die PSA-Gruppe hat das Vertrauen der Belegschaft in die Opel-Führung tiefe Kratzer bekommen. Noch vor einem Jahr hatte das PSA-Management angekündigt, nach der Opel-Übernahme an bestehenden Tarifverträgen festzuhalten. Nur wenige Monate später ist diese Zusage offenbar nicht mehr viel wert: Nach dem Willen der Unternehmensführung sollen anstehende Tariferhöhungen gestundet werden. Dies ist ein fragewürdiges Signal an die Opel-Beschäftigten, die sich gemeinsam mit dem Opel-Betriebsrat konstruktiv und mit großer Kompromissbereitschaft in die Sanierung des krankenden Autoherstellers einbringen. Dass die Tarif-Frage mit der Zusage für die Produktion neuer Modelle an den Opel-Standorten verknüpft und damit Druck auf die Belegschaft ausgeübt werden soll, ist irritierend. Das Opel-Management darf das Vertrauen der Opel-Belegschaft nicht länger riskieren und wertvolle Zeit zur Sanierung des Unternehmens verspielen. Statt immer neuer Vorschläge zur Ausdünnung der Belegschaft und Senkung der Personalkosten sollte der Fokus endlich auf die Entwicklung und Produktion einer zukunftsfähigen Produktpalette gerichtet werden.“

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