Eine Enquete-Kommission besteht neben Abgeordneten aus Sachverständigen, die als gleichberechtigte Mitglieder mitarbeiten. Die SPD-Fraktion hat renommierte Medienexperten als Sachverständige benannt.
1&1 Internet AG, Leiter der Unternehmenskommunikation
"Diese Kommission ist der bislang glaubwürdigste Versuch der Politik, sich den umfassenden Herausforderungen des neuen Mediums Internet zu stellen. Glaubwürdig gerade deshalb, weil hier nicht aufgrund von Einzelerscheinungen politischer Aktionismus betrieben wird, sondern weil die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen der neuen Medien in einem ergebnisoffenen Prozess betrachtet werden."
"Wir können nicht das Internet dafür verantwortlich machen, dass dort plötzlich gesellschaftliche Probleme sichtbar werden, die seit langem auch ohne das Internet bestanden haben."
Institut für Kommunikationswissenschaften, Bonn
"Die Politik muss die Netzmedien und all die gesellschaftlichen Folgen, die mit ihrer Nutzung verbunden sind, als politische Aufgabe erkennen. Insbesondere die zunehmende digitale Spaltung, die neuen Anforderungen an die Ausbildung von Medienkompetenz in Schule und Beruf, sowie die Virtualisierung von Gütern sind Herausforderungen für die Politik, die aber bisher kaum erkannt worden sind. Damit kommt aus meiner Sicht dieser Enquete auch landespolitikübergreifende Bedeutung zu.“
Institut für Buchwissenschaften, Uni Mainz
"Ziel der Enquetekommission wird es sein, die kulturellen, pädagogischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser rasanten Medienevolution, ihre kulturellen Potenziale und kreativen Möglichkeiten kritisch zu erfassen und die Folgewirkungen wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch aufzuarbeiten, um ggf. notwendige regulatorische und normierende Maßnahmen rechtzeitig zu bedenken bzw. Fördermöglichkeiten zu früh wie möglich auszuloten."
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